Pressestimmen

Auszüge aus Rezensionen

Zu »Englischstunde«

Main-Echo

»Es gab so viel zum Kichern, Feixen, Staunen und Grübeln, dass die Zeit mit dem gemütlichen, aber wortgewaltigen Bayern viel zu schnell vorbei war. […] Es machte irren Spaß, mit Kemmler durch die Sprachregionen Amerikas zu reisen: zu dem auf Gras oder ähnliche bewusstseinserweiternde Substanzen gebetteten schneckenlangsamen »Dudism« und zum Gegenteil, dem »Urban American«, der rasanten Sprache des Hip Hop. Faszinierend, was Kemmler auch noch alles wusste über das Englisch diesseits des Atlantik, das kernige Idiom der Schotten etwa und die Sprachgewalt von William Shakespeare.« Melanie Pollinger

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zu »Shakespeare Spezial«

Süddeutsche Zeitung

»Mit dem Programm ‘Englischstunde’ hatte der studierte Anglist Sven Kemmler bereits das ideale Format gefunden, seine sonore Stimme mit seinem sprachparodistischen Talent zuvereinen. Das klappt erneut toll und führt auch noch den Beweis, dass man sich sehr wohl sehr gut über seinem Niveau amüsieren kann.« Oliver Hochkeppel

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zu »Englischstunde«

Süddeutsche Zeitung

»So einen Lehrer hätte man sich früher gewünscht, keine Frage. Aber Sven Kemmler mag […] gar nicht den besseren, weil cooleren Erziehungsbeauftragten geben. Der will einfach nur spielen – mit der Sprache. Das dringt ihm aus jeder Pore. […] In Kleinarbeit klamüsert Kemmler zahllose Spielarten dieser Weltsprache auseinander, nicht ohne dabei den Charakter des dazugehörigen Menschenschlags aufzudecken. Das ist nicht nur verdammt komisch, sondern auch noch erhellend. […] Conclusio: Wer ein cooler Lehrer sein will, kommt gefälligst mit der ganzen Klasse.« Thomas Becker

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zu »Englischstunde«

Münchner Merkur

»Wenn man von einem Kabarettprogramm sagen kann, dass es nicht nur unterhält, sondern sogar bildet, dann gilt das in der Branche als großes Lob. […] Denn Kemmler, ganz virtuoser Künstler, beherrscht nicht nur die (Hoch-)Sprache, sondern taucht auch tief ein in die verschiedensten Akzente und Slangs, sein Kurzlehrgang ist eine Reise in die Mentalität der Menschen, die Englisch sprechen – oder zumindest versuchen. […] ‚Girlie Talk‘ (‚It’s like – you know.?!‘), die berühmte ‚steife Oberlippe‘, ja sogar die Art und Weise, in der Engländer das Englisch der Deutschen parodieren – kommt alles vor an diesem Abend, der ganz by the way das Politische an und in der Sprache offenbart.« Rudolf Ogiermann

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zu »Englischstunde

Abendzeitung München

»Seine stupende Fähigkeit, Akzente und Dialekte perfekt herzustellen, selbst wenn er die dazugehörige Fremdsprache gar nicht beherrscht, beeindruckte schon bei seinem Japanisch im Vorgängerprogramm […] Sein Englischunterricht ist Erwachsenenbildung mal anders und wieder hoch komisch. […] Kemmlers Symphathie gilt unmissverständlich den Bravehearts und Highlanders. Die Abneigung der Schotten gegen Engländer teilt er […] An der Pflege traditioneller Feindbilder ist der 46-Jährige natürlich nicht interessiert. Er will nur spielen, und das macht er ebenso liebevoll wie virtuos mit den nationalen Klischees, soweit sie sich aus dem Gebrauch des Englischen herleiten lassen.« Mathias Hejny

Zu »Die 36 Kammern der Nutzlosigkeit«

Allgemeine Zeitung Mainz

»Mit sonorer Märchenonkelstimme liest Kemmler aus einer zerfledderten Kladde von seinen merkwürdigen Erlebnissen. Fröhlich serviert er unbeschwerten Blödsinn und kindliche Verspieltheiten. […] Ein wenig lässt sich dieses Solo als Persiflage auf all die Heilsversprecher und Seligmacher verstehen. Im Kern jedoch ist es ein Fest aus schön gedrechselten komischen Texten voller Anspielungen auf Literarisches und Gesellschaftliches. Der Sinn steht hinten an, der Kabarettist will tatsächlich sinnfreies Vergnügen erzeugen. Das gelingt ihm bei den rund 50 Gästen im kleinen Saal auch wunderbar. […] Ein Hauch Jochen Malmsheimer weht mit, ein Funke Robert Gernhardt blitzt auf, und über allem schwebt der gute alte Münchhausen.« Gerd Blase

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Zu »Schottendicht«

Süddeutsche Zeitung

»Was für ein herrlicher Quatsch! ‘Schottendicht – ein Feldzug wider die Tristesse’ mit den Highlandern Hannes ‘Angus’ Ringlstetter, Jochen ‘Ian’ Malmsheimer, Mathias ‘Malcolm’ Tretter und Sven ‘Stuart’ Kemmler – bei der Besetzung kann ja nichts mehr schief gehen, ganz egal, was die Burschen anstellen. Diesem Quartett könnte man endlich mal die oft zitierte Lesung aus dem örtlichen Telefonbuch anvertrauen. […] Geblieben ist auch Kemmlers zeitlose Sentenz über die Unsitte des sogenannten Vorglühens: ‘Betrunken zur Wiesn zu gehen, ist wie Selbstmord, um dem Tod zu entgehen.’« Thomas Becker

Zu »Die 36 Kammern der Nutzlosigkeit«

Münchner Merkur

»Das Bundeskabinett – das wäre ein Thema, oder Europa oder Männer und Frauen. Ein Abend, der – im besten Fall – das bringt, was man üblicherweise erwartet. Sven Kemmler macht von der ersten Minute an klar, dass er in eine ganz andere Richtung aufbrechen wird, und am Ende dieser Reise wird man Merkel, den Euro oder die Handtasche keine Sekunde vermisst haben. […] Die Lehre vom gehobenen Nonsens wird hier verbreitet, sie macht das Publikum zu Jüngern, die jedes Wort in sich aufsaugen (sollten). […] Es ist brillant, wie der Kabarettist mit dieser verklärten Welt spielt, mit Meistern bekannt macht, die ‘Leere Schublade’ oder ‘Weißes Altglas’ heißen und ein wunderbares Deutsch mit asiatischem Akzent sprechen.« Rudolf Ogiermann

Zu »Die 36 Kammern der Nutzlosigkeit«

Grög!-Blög

»So führt der vorzügliche Kemmlersche Wortwitz in Mönch und Buch einen atemlosen Schaukampf gegen sich selbst, bei dem als Kollateralschäden eine ganze Riege grenzdebiler literarischer Gestalten in der Bandbreite von Kapitän Ahab bis zur Biene Maja auf die Bretter geworfen wird. […] Fazit: Kemmlers Solo verweigert sich konsequent jedem höheren Sinn und allen etablierten kabarettistischen Formen. Und ist doch – was schon die Reaktion des Publikums beweist – ununterbrochen ein formlos-sinnloses Vergnügen. Womit also die gediegene Nutzlosigkeit triumphiert – und sich dadurch im selben Moment selbst widerlegt: Das Nutzlose nützt.« Georg »Grög!« Eggers

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Zu »Die Musketiere«

Passauer Neue Presse

»Neun bekannte Kabarettisten einigten sich darauf, für ein paar Auftritte ‘Die Musketiere’ zu mimen. Das Ergebnis ist ein anarchistisches Spektakel, bei dem die Logik immer wieder in Schräglage gerät und sich die absurden Helden nicht nur beim Zweikampf verheddern. […] Am besten allerdings sind die verbalen Schlagabtausche, wenn Jochen Malmsheimer und Sven Kemmler in den Zweikampf gehen: Da wird nicht nur wunderbar die französische Sprache zerhackstückt (partout parbleu), da wird mit literarischen und bildungsbürgerlichen Zitaten jongliert (j’accuse) oder die Marseillaise aus Sicht eines Japaners interpretiert.« Barbara Reitter

Zu »Die Musketiere«

Süddeutsche Zeitung

»Wenn sich Alexandre Dumas zu barocken Spinett-Klimpereien vom ‘Händel Erwin’ als Opfer der Verleger outet, der statt der ‘Drei Musketiere’ viel lieber etwas Moderneres geschrieben hätte; wenn die liebreizende Wäschefrau Madame Bonacieux ein Männermord-Emanzipationslied singt; wenn gar aus den drei Musketieren nicht – wie im Original – vier, sondern fünf werden – ja dann kann es sich eigentlich nur um eine der hinreißenden Schnapsideen der Vereinsheim-Tresenkameraden Sven Kemmler, Jochen Malmsheimer, Mathias Tretter und Hannes Ringlstetter handeln. Mit ‘Die Musketiere – Alles für die Königin’ im Lustspielhaus übertrafen sie freilich ihre bisherigen Highlander-Abende im Schottenrock an Opulenz beträchtlich.« Oliver Hochkeppel